Sensationeller Kompost

 

 

So stellen Sie mit einigen Tipps sensationellen Kompost her. Über die Ernteergebnisse staunt selbst der Fachmann.

Unsere 5 besten Tipps für sensationellen Kompost!

 

Der wichtigste Punkt ist die Pflanzenkohle, welche Sie in den Kompost einarbeiten sollten.

Dabei sollte es nicht irgendeine Pflanzenkohle sein. Nach unzähligen Versuchen, kann ich Ihnen diese biologisch aktivierte Pflanzenkohle empfehlen. Damit verringerte sich der Rotteprozess enorm.

 

Man darf nicht glauben man könnte Kompost machen. Guter Kompost entsteht auch nicht von selbst, sondern er ist das Werk unzähliger Organismen vom kleinsten Bakterium bis zum Regenwurm.

Unsere Aufgabe ist es, die bestmöglichen Bedingungen für die Entwicklung und Arbeit dieser kleinen Helfer zu schaffen.

Hierbei bedienen wir uns der langjährigen Kompostbau-Erfahrung der Abtei Fulda.

Um die "Schwarze Erde" (Terra Preta) herzustellen, braucht man zusätzlich Bodenverbesserer wie Holzkohle, Steinmehl uvam..

Nahezu 10 Jahre beschäftige ich mich mit dieser Thematik.

Man kann mit gutem Grünkompost ideale Bodenbedingungen für das Pflanzenwachstum schaffen und erreicht damit effiziente Krankheits- und Schädlingsresistenz.

Einer Studie der Uni Kassel-Witzenhausen zufolge, kann durch Grünkompost die Rhizoctonia-Pilzerkrankung bei Kartoffeln signifikant unterdrückt werden. Grund dafür ist das starke Vorkommen von Trichoderma-Pilzen, die starke Antagonisten des Rhizoctonia-Pilzes sind. (Emil Heigl)

 

... außerdem - Kompost macht glücklich! Hier der Beweis:

Kompost macht glücklich

 

 

Beim Kompostbau stellten sich folgende Fragen:

 

Wie kann man den Rotteprozeß optimieren?

 

Wie wirken "Impfstoffe" und sogenante Kompostbeschleuniger oder Schnellkomposter?

 

Und: Wie stellt man hervorragenden Grünkompost mit den beschriebenen Terra Preta Eigenschaften her?

 

 

Um das herauszufinden habe ich im Mai 09 auf einer völlig verwilderten Wiese angefangen Kompostboxen aus Holz zu bauen und aufzustellen. Mittlerweile sind es 35 Boxen mit einem Volumen von je ca. 1 cbm.

Bis August haben wir 15 "Versuchsboxen" mit verschiedenen zu kompostierenden Materialien gefüllt, mit diversen Impfstoffen gestartet und täglich die Kerntemperatur gemessen und den Rotteverlauf dokumentiert.

 

 

Die nächste Frage war:

 

 

 

Nach wieviel Tagen soll der Kompost umgesetzt werden?

 

 

Die Expertenmeinungen gehen hier weit auseinander.

Und für den Terra Preta Kompost galt es ein geeignetes Mischungsverhältnis zwischen zu kompostierenden Material und Zusatzstoffen, wie Holzkohle herauszufinden.

Mit dem ersten fertigen TP-Kompost haben wir ein kleines Versuchsfeld angelegt und bepflanzt. Angesichts des schon weit fortgeschrittenen Sommers war die Auswahl an Experimentierpflanzen stark eingeschänkt.


  

Erstes Terra Preta Versuchfeld

 

 

Am 18.08.09 habe ich die erste Versuchsbox mit Terra Preta, nach 7 Wochen Rotte und  Nachrotte, "geerntet".

Den Kompost habe ich gesiebt (Körnung 0 -10 mm) und in ein neu angelegtes Versuchsfeld eingearbeitet. Daneben ist ein gleich großes Feld, ohne jeden Zusatz, als Vergleich. Ausgesät habe ich Radieschen und Herbstrüben. Natürlich haben wir auch an den Kressetest gedacht.

20.08.09: Selbst in dieser Hitze, bei 32 Grad, und nach 7 Stunden in praller Sonne, ist die TP-Erde noch feucht und ca. 4 Grad kühler als das knochentrockene Nachbarfeld. Beim Giesen wird das Wasser von der TP-Erde regelrecht aufgesogen, auf den Referenzfeld bilden sich sofort Pfützen.

22.08.09: Die ersten Radieschenpflänzchen wachsen auf beiden Feldern. 

31.08.09 Die Herbstrüben, jeweils rechts und links oben in den Ecken, sind im TP-Feld deutlich größer, die Radieschen erscheinen vitaler. Im TP-Feld sind viele "Beikräuter" erkennbar. Ursache kann hier die zu niedrige Temperatur (47 Grad C.) während der Heißrotte sein. Die nächsten Versuche werden das zeigen.  Der Kressetest war sehr erfolgreich.

 

 

Weitere Bilder auf der nächsten Seite

 

Test Box 2: Kressetest wie zu sehen ok. Daneben deutlich zu sehen keine "Beikräuter"

Heißrotte über 60°C. Test entspricht den Erwartungen.

 

Nach der Winterpause gehts weiter!

 


 

 


 

 

 Analyse "TP-Kompost"

 

 

Untersuchungsbericht der M.U.T Meißner Umwelttechnik GmbH

Methodenbuch der Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V.

 

 

 

Pflanzennährstoffe (pflanzenverfügbar):

 

Phosphat CAL-löslich                                          133 mg/100g TS

Kalium CAL-löslich                                               248 mg/100g TS

Magnesium CaCl2-löslich                                      24 mg/100g TS

 

 

Gesamtnährstoffe:

 

Stickstoff ges.                                                       0,42 % 

Phosphor                                                              0,43 %

Kalium                                                                   0,93 %

Magnesium                                                            0,61 %

pH-Wert                                                                 7,19


Es handelt sich hierbei um eine Kompostmischung der 1. Generation:

Hierbei wurden ca. 900 Liter zu kompostierendem Material 3 Liter gemahlene Holzkohle und 2 Liter Urgesteinsmehl zugegeben. Rottedauer 92 Tage.

Der niedriger N-Wert resultiert höchstwahrscheinlich aus dem zu hohen Anteil an Heckenschnitt (ca. 60%).




 

Anwendungsempfehlungen für Kompost

 

 

Zierpflanzen 

Den Kompost im Verhältnis 1:2 bis 1:5 mit Erde oder Sand mischen.

Gemüse  

Man unterscheidet Schwach-, Mittel- und Starkzehrer. Der Kompost wird flächig aufgebracht und kann leicht eingearbeitet werden.

Schwachzehrer: 4 l/qm z.B. Radieschen, Bohnen, Erbsen, Feld- und Kopfsalat     

Mittelzehrer: 6 l/qm z.B. Gurken, Kartoffeln, Möhren, Rettich, Porree, Grünkohl, Spinat   

Starkzehrer: 8 l/qm z.B. Tomaten, Blumenkohl, Rosenkohl, Rot- und Weißkohl, Brokkoli

Blumenbeete

4 l/qm auf das Beet aufbringen und oberlfächlich einarbeiten

Sträucher

6 l/qm unter die Beeren- und Ziersträucher aufbringen

Bäume

Im Herbst die Baumscheibe 2 cm dick abdecken

Rasen

2 l/qm fein gesiebt im Frühjahr aufbringen

Pflanzlöcher

Bei Bäumen, Sträuchern und Stauden die Pflanzlöcher mit einer Mischung aus Kompost und Gartenerde im Verhältnis 1:3 füllen

 


 Ergebisse 2010 und 2011

 

In einer Sammelbox bekommen wir die "biologischen Abfälle" unserer Gartenfreunde und eines Hausmeisterdienstes.

Wir haben in den letzten beiden Jahren das Kompostiergut schichtweise in die Boxen eingebracht und dann mit Kräuterjauche und altem Kompost gestartet. Es hat bei allen Boxen funktioniert, spätestens am 3. Tag lag die Temperatur in der Rottebox bei über 60 Grad C.

Die Rotte verläuft überwiegend optimal, nur Holz, Wurzeln, Koniferen, Buchsbaum und Schilf verweigeren die optimale "Mitarbeit".

 

Aber wir arbeiten daran!

 

Praxiserfahrungen aus Österreich

2012

 

 

 

 

 

 


Hinweis:

 

Lesenswerte Broschüre!!


 

 

Das Kompost Gedicht 

von Rainer Thomsen

 

Kompost ist, wenn man es so will,

der Gartenpflanzen Edelmüll,

mit dem sie gönnerhaft beglücken

ein Heer von Tierchen. Die zerpflücken

mit Appetit und Feingefühl

was Blatt war, Schale, Strunk und Stiel.

 

Doch weil noch manches übrig blieb,

wirft man Kompost erst durch ein Sieb,

so wird er locker und auch fein.

Es soll ja auch kein Klumpatsch sein,

den man in seinen Garten streut,

damit den Anblick man nicht scheut.

 

Beim Kompost-sieben findet man

sehr viel, was man nicht brauchen kann,

wie Steine, Knochen, Scherben, Drähte,

auch Alu, Plastik, Spielgeräte.

Im Lauf der Jahre ich entdeckte

auch unerwartete Objekte:

 

So fand ich, als Kompost ich siebte,

die Brille, die der Sohn nicht liebte

und die deswegen kurzerhand

im Abfalleimer schnell verschwand.

Es war, das kann man gut verstehen,

nicht freudig dieses Wiedersehen.


Die Schere (die mal viel gekostet,

nun aber nichts) war stark verrostet,

schnitt fast nicht mehr und diente mir

zum Teilen dann von Sandpapier.

So kam sie noch zu Job und Ehre,

war auch nicht glänzend die Karriere.


Die Gummis von Radieschen-Bunden

hab ich zu Dutzenden gefunden.

Ein "Bund", das war wohl immer schon

ein Maß von größter Präzision,

den jeh nach Ernte wog ein Bund

mal fünfzig Gramm, mal fast ein Pfund.


Die Säge die ich abgelegt

auf dem Gestrüpp, das ich zersägt,

und nicht mehr fand im Dämmerlicht,

gefiel mir nach drei Jahren nicht.

Man kann an den Verlust von Zähnen

sich so und so nicht gut gewöhnen.


Kurzum, es klingt vielleicht banal,

ist "Sieben" meine Lieblingszahl:

Bewegung an der frischen Luft

mit Blumensang und Vogelduft

ist gut für Muskeln und Gemüt.

Und Hirn? Naja wie man es sieht.

 

 

terra anima - Die Kompostprofis | h.wagner@pflanzenkohle.info