Terra Preta - Versuche seit 2009

 

 

 

September 2016: Anlieferung von 60m³ Pflanzenkohle für einen Versuch in der Lommatzscher Pflege!                    

 


Sächsische Zeitung 06.05.2015 Horst Wagner (li) und Winzer Johannes Schneider in Diesbar Seußlitz beim neuen Terra Preta Test
http://www.sz-online.de/ratge…/nie-mehr-duengen-3096710.html

 

25 Rebstöcke die im 3. Jahr stehen haben wir auf unterschiedliche Weise mit terra anima Kompost-Substrat gedüngt und jeweils 4 -5 Rebstöcke unbehandelt als Referenz stehen lassen.


 

 

Auswertung Versuch Rebstöcke 2014 von Dr. Jüschke

 


 

 

01.10.2014 Referenzpflanze, darüber Rebstock in terra anima Substrat


 

Diagramm Gesamthöhe der Reben mit terra amima Komposterde und im Vergleich rechts ohne.

von Dr. Elisabeth Jüschke


       27.06.2014 Referenz-Rebstock ohne terra anima        


 27.06.2014 Rebstock mit terra anima - Kompost Substrat  !!!


28.04.2014

Terra Preta Anwendung in Meißner Weinberg

 

Im Weinberg von Dr. Blawitzki zwischen Meißen und Sörnewitz wurden heute 80 Rebstöcke in "terra anima - Komposterde" gepflanzt. In jedes Pflanzloch kamen ca. 1 Liter "terra anima" und 5 Liter Wasser. Als Referenz wurden einige Rebstöcke ohne "terra anima" gepflanzt. Nun werden wir die Entwicklung des Grauburgunders beobachten und dokumentieren.


 


 

 


 

2013

 

Diese Jahr haben wir u.A. untersucht, ob der positive Effekt auf die Pflanzen auf unseren eventuell besonders nährstoffreichen Grünkompost zurückzuführen ist, oder ob tatsächlich die Pflanzenkohle ausschlaggebend ist.

Dafür habe ich 2 Beete angelegt, das eine mit fast reinem Grünkompost und das andere Beet mit einem Grünkompost-Pflanzenkohle-Mischung. Dabei habe für 1m² Beet 30l Kompost verwendet, wobei ich dem Kompost bei Beet 2 noch 3l Pflanzenkohle beigemischt habe.

Den Blumenkohl in der PK-Mischung haben wir 2-3 Wochen früher geerntet als im Vergleichsbeet. Auch die geerntet Menge etwas mehr. Vom Geschmack waren alle gleich gut.

 


Derzeit wird unser TP-Kompost-Substrat im Botanischen Garten Berlin-Dahlem in Rahmen des TerraBoGa-Projets der FU Berlin getestet. Ergebnisse liegen uns noch nicht vor.

 

 

Projektbeschreibung

Schließung von Kreisläufen durch Energie- und Stoffstrommanagement bei Nutzung der Terra-Preta-Technologie im Botanischen Garten im Hinblick auf Ressourceneffizienz und Klimaschutz – Modellprojekt Urban Farming (TerraBoGa)

Die Natur kennt keine Abfälle!
Wirtschaften nach dem Vorbild der Natur bedeutet, aus einer Entsorgungsaufgabe eine Versorgungslösung zu generieren. Diesen sogenannten Null-Emissions-Ansatz und das damit verbundene Konzept einer (fast) vollständigen Kreislaufwirtschaft wird im Botanische Garten von Berlin im Rahmen eines aus dem Umweltentlastungsprogramm (UEP II) der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojektes modellhaft umgesetzt.

Das Projekt TerraBoGa stellt sich dabei zur Aufgabe, innovative Systemlösungen für Ressourceneffizienz und für den Klimaschutz in einem integrierten Ansatz eines projektbezogenen Stoffstrommanagements im Botanischen Garten zu bündeln und umzusetzen.


 

 

Natürlich geht es dieses Jahr weiter mit Versuchen in unserem Garten und bei Mitstreitern!

(2012)

 

Dieses Jahr haben wir alle Zierpflanzen in unser TP-Kompost-Substrat gepflanzt, so auch diese Blumenschale (hier in der Morgensonne)

 

 

 

 

Man beachte die Rasenhöhe an den Kompostboxen

                                       

Brombeerblüte 2012

Diesen Brombeerstrauch haben wir im letzten Frühjahr zusammen mit einem Himbeer- und einem Tayberrystrauch gepflanzt. Ins Pflanzloch kam jeweils ca.  1 Liter unseres TP-Kompost-Substrats, dazu noch einmal 1 Liter um den Stamm.

Natürlich haben wir keinerlei Dünger eingesetzt!

 

Gartenfreunde die unser Kompostsubstrat im Frühjahr im Gewächshaus oder im Freiland ausgebacht hatten, berichten von der ertragreichsten Tomatenernte bisher. Zum Teil ernten sie noch Mitte Oktober Gurken im Gewächshaus.

Auch bei Paprika, Blumenkohl, Pepperoni, Zuccini, sowie bei Blumen und Zierpflanzen waren deutliche Unterschiede erkennbar.

Und sie haben bereits Kompostsubstrat gekauft oder fürs Frühjahr bestellt.

Die Meinungen über den richtigen Zeitpunkt des Ausbringens gehen hier auseinander.

 

Unsere Zierpflanzen in Blumenkästen und Töpfen gediehen prächtig und stehen auch jetzt noch in voller Blüte (14.10.)

Das eingesetzte Substat hatte einen Pflanzenkohleanteil von ca. 6 bis 10%.

 

Unser, zugegebener Maßen subjektive Eindruck:

Der Geschmack von Blumenkohl und Rosenkohl ist vorzüglich! Nicht zu vergleichen mit handelsüblicher Ware, die wir mittlerweie auch nicht mehr essen. 

Auch das restliche Gemüse und die Beeren aus unserem Garten schmecken super, sind garaniert bio und nach meiner Überzeugung auch gesünder.

 

21.10.2012 Goldener Oktober, Hängebetunien, gepflanzt Ende April in Kompost-Substrat, 2 mal mit NPK Flüssigdünger gedüngt.

Ich hoffe noch auf weitere Fotos von Gartenfreunden.

 


 

Pflanzenkohle aus Holzvergaseranlagen

 

Bereits im Februar haben wir eine Holzvergaseranlage besichtigt und Proben der Rückstände für Tests mitgenommen. In den Prüfberichten des Labors wird übrigens nicht von Pflanzenkohle gesprochen, die korrekte Bezeichnung lautet "Reaktorasche".

Die Asche war sehr fein und extrem trocken (logisch). Der kleinste Windhauch hat sie mitgenommen. Für unseren Kressetest habe ich die Asche mehrere Tage gewässert und wie folgt gemischt:

Topf 1  Pure gewässerte Asche

Topf 2  Kompost mit 10% Ascheanteil

Topf 3  Kompost mit 30% Ascheanteil

Topf 4  Asche mit 10% Kompost

Topf 5  Pure Pyrolysekohle

 

Nach 3 Wochen ergab sich folgendes Bild:

 

Der Samen in Topf 1 und 4 ist nicht aufgegangen - völlig tot!

Topf 2 hat schöne grüne Kresse

In Topf 3 und 5 sind nur einige Samen aufgegangen


Daraufhin habe ich die gewässerte Asche in einen Baumwollstrumpf (Größe 46) gegeben und für 5 Wochen in den Haufen mit reifem Kompost eingegraben. Hier das Ergebnis:

 

Pflanzenkohle mit                  Asche                 TP Komposterde

30% Kompost                       gereift


Es ist also möglich dieses tote Material wieder zu beleben.

 

Das Material wurde auf folgende Inhaltstoffe untersucht:

Schwefel, Cadmium, Quecksilber, Arsen, Chrom, Kupfer, Kobalt, Nickel,Molybdän, Blei, Thallium, Vanadium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, EOX und perfluorierte Tenside (PFOA und PFOS). Es wurden keine Grenzwerte überschritten.

 


Hier habe ich beim "Tag der offenen Tür" der hießigen Deponie einen Sack Kompost auch "Stadtkompost" genannt erworben.

(Zum Vergleich unser Kompost.)

 

Dieses Zeug (links) wurde wärmebehandelt, ist knochentrocken und stinkt erbärmlich. Beim Wässern in einem Eimer schwamm es obenauf und war erst nach mehreren Tagen durchfeuchtet.

 

 

Deponiekompost        PK mit 30% Kompost         Gartenerde        Kompost von Vorjahr

Kressetest nach 5 Tagen


 

 

 Auch in diesem Jahr haben unsere Gartennachbarn, Fam. Sämmang, Versuchsbeete angelegt und ausgewertet.

Hier die Berichte:

 

 


 

 

 

 

 

 

Im Referenzbeet (R) war Gartenerde mit etwas Gesteinsmehl (Vulkangestein).

Die beiden anderen Beete enthielten unser Kompostsubstrat mit einem Pflanzenkohleanteil von ca. 10%.

Das mit B/R angegebene Beet enthielt ein Erdgemisch aus Gartenerde und Kompostsubstrat im Verhältnis 50:50.

In dem  mit Biokohle (B) gekennzeichnete Beet standen die Pflanzen in reinem Kompostsubstrat (ca. 10% Pflanzenkohleanteil).

 

Zusammenstellung der Ergebnisse:


                                            R                     B/R                  Bio

 

Paprika scharf                    1225g               1388g               2160g

                                        (100%)             (113%)             (176%)

 

Gemüsepaprika                  1705g               2435g                3530g

                                         (100%)            (143%)              (207%)


Erdbeere                            1695g                    -                    1975g

                                        (100%)                                       (117%)    

 


 

         

Versuche 2011

 

Unser Gartennachbar "über uns" hat sich bereit erklärt unser TP-Substrat zu testen und hat bereits Versuchbeete und Referenzbeete angelegt.

 

 Test Mai/Juni 2011

 

 

 

Rechts Bohnen mit TP-Kompost, links deutlich kleinere Bohnenpflanzen ohne TP-Kompost

 

 

 

 Versuch mit aktivierter Biokohle

 

Vergleich Zierkürbis in 4 verschiedenen Böden (Start 24.04.11):

 

Topf 1  Gartenerde ohne jeden Zusatz von Dünger

Topf 2  Gartenerde mit 2 cm starker Schicht TP-Kompost mit 3% Biokohle

Topf 3  Gartenerde mit 2 cm starker Schicht TP-Kompost mit 10% Biokohle

Topf 4  TP-Kompost (3% HK) pur

 

 

 

 

 

 

 

 

05.06.2011 Ich habe die Zierkürbisse ins Beet gepflanzt.

 

26.06.2011

09.10.2011 Alle Zierkürbispflanzen wachsen sehr gut und haben reichlich Früchte. Eine genauere Auswertung ist nicht möglich, da sich die Kürbisse großerer Beliebtheit erfreuen.


 

Auswertung 2011

 

Wir haben 4 Versuchsbeete angelegt:

1. unbehandelter Kompost vom Vorbesitzer

2. TP-Kompost mit 3% Pflanzenkohle (Herstellung wie beschrieben)

3. TP-Kompost mit zusätzlich eingebrachter aktivierter Pflanzenkohle

4. TP-Kompost mit zusätzlich eingebrachter Pflanzenkohle (nichtaktiviert)

 

Bei allen Versuchen mit TP-Kompost war ein verbessertes Pflanzenwachstum in der Anfangsphase festzustellen.

Die Ergebnisse übers Jahr waren, aus verschiedenen Gründen, sehr unterschiedlich:

Die Freilandtomaten wuchsen auf TP-Kompost deutlich besser und trugen mehr Früchte bis ein Sturm mit Starkregen die Stengel abknickte und einen objektiven Vergleich vereitelte.

Die Kohlrabi wuchsen trotz Befall von Weißfliege sehr gut - sehr zum Erstaunen unserer Gartennachbarn ernteten wir schöne, große wohlschmeckende Kohlrabi. Der Ertrag war auf allen 4 Beeten von der Masse her fast gleich, jedoch hatten einige Kohlrabi von Beet 1 und 4 Schönheitsfehler.

Beim Blumenkohl war der Ertrag auf Beet 2 um über 30% höher als bei den anderen. Auch hier waren alle Pflanzen von der Weißfliege befallen, was bei den Gartennachbarn zum Totalausfall der Ernte führte.

Unser Kräutergarten mit Petersilie, Kerbel, Salbei, Schnittlauch und Pfefferminze ist eine Augenweide.

Ein externer Tester hat, nachdem er keinen Erfolg beim Anbau von Petersilie hatte, 8 verschieden Erdmischungen getestet, darunter auch unser TP-Kompost. Nur auf 2 Beeten gedieh die Petersilie, am Besten auf der Mischung mit TP-Kompost! (Bilder folgen)

Die Tests mit Paprika und Sellerie werden wir nächstes Jahr wiederholen.

In unserem kleinen Gewächshaus haben wir Tomaten und Gurken mit großem Erfolg angebaut. Natürlich mit der Zugabe von TP-Kompost, jedoch aus Platzmangel ohne Referenzpflanzen.

Das bisher einzige negative Ernteergebnis hat uns ein Nachbar berichtet:

Der Ertrag bei Kartoffeln war im Referenzfeld ohne TP-Kompost höher!

Pflanzenkohle wirkt also nicht bei jeder Pflanze.

Und die Zugabe von nicht aktivierter Pflanzenkohle hat keine Auswirkung auf den Ertrag im Jahr der Ausbringung. Wir werden die Folgejahre beobachten.

Die besten Ergebnisse insgesamt brachte Beet 2!!!

 


 Hier die Ergebnisse unserer Gartennachbarn:

 

Bei den hier dokumentierten Versuchen wurde Komposterde mit ca. 3% Pflanzenkohleanteil aus unserer ersten Produktion verwendet, und zwar jeweils eine Hand voll TP-Kompost je Pflanzloch. Am auffälligsten ist der doppelte Ertrag bei Birnenmelonen und auch der hohe Ertrag bei der ersten Tomatenernte. Wir haben bei den Tomaten Ähnliches beobachtet. Verbessertes Wachstum und Ertrag in der Anfangsphase und nach dem verregneten Sommer rückläufige Erteerträge.

Anscheinend mögen Kartoffeln keine Böden mit erhöhter Wasserspeicherkapazität.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 Frühjahr 2010

Es geht endlich weiter!!!

 

 

 20.04.2010 Wir haben aus unserem kleinen Versuchsgärtchen ein Frühbeet gebaut, mit TP-Kompost vom letzten Herbst gefüllt und mit Blumenkohl, Kohlrabi und Salat bepflanzt. Diesmal wurde kein Referenzfeld angelegt.

 

 

08. Mai 2010. Ersten Schneckenangriff erfolgreich abgewehrt. Pflanzenwachstum sehr gut.

 

16.05.2010 trotz Kälte gutes Pflanzenwachstum. Am 18.05. ersten Salat geerntet und mit Genuß verspeist.

 

24.05.2010 Die Spurenlage ist eindeutig: Hier hat sich ein Reh am "Kohlrabi-Buffet" bedient.

 

 

Kleingärtner aus der Nachbarschaft haben einen einschlägig bekannten Rehbock auf frischer Tat beobachtet.

 

Wir haben seit Anfang Juli eine ca. 400m² große und völlig verwilderte Parzelle in der Kleingartenanlage "Götterfelsen" gepachtet!!! Sie grenzt direkt an unser Versuchsfeld.

Seither wird jede freie Minute im Garten gearbeitet und alles neu gepflanzte wird mit "Terra-Preta" gedüngt.

 

 

 

Juni 2010 -  Eine neue Herausforderung

 

 

 

Juni 2011, noch nicht perfekt, aber schon vorzeigbar. Vorne Versuchsbeete


 

Externer Test von Andreas Thomsen, Sommer 2010 mit Aubretien (Blaukissen)

 

 

 


 

 

 

 

Im oberen bzw. rechten Balkon-Kasten ist reine Gartenerde und  im linken bzw. unteren ist Gartenerde mit einem Anteil von 25% TP-Kompost-Substrat

 


 

"Katzengrastest"

  

Topf 1

   

Topf 2

   

Topf 3


Handelsübliche Blumenerde mit Gründüngung

 

 

70% Blumenerde gemischt mit

30% Holzkohle-Steinmehl-Mischung

 

 

60% TP-Kompost gemischt mit

30% Blumenerde und

10% Holzkohle-Steinmehl-Mischung

 

 

 

 

 

Wurzelballen nach 5 Wochen.

Das Wachstum der Pflanzen war in allen 3 Töpfen gleich, sie haben zur gleichen Zeit gekeimt, sind gleichmäßig gewachsen und haben dieselbe Höhe erreicht. Das war enttäuschend, da wir ja bessere Ergebnisse in Topf 2 und 3 erwartet hatten.

Vergleicht man aber den Wurzelballen, sieht das schon anders aus: Die Pflänzchen in Topf 1 mussten sehr viele Wurzeln bilden um an die nötigen Nährstoffe zu kommen, ebenso in Topf 2.

In Topf 3 sind kaum Wurzeln, d.h. die Nährstoffe sind relativ leicht verfügbar und in größerer Menge vorhanden.

Hätte die Erdmischung negativen Einfluß auf das Wurzelwachstum, wären die Pflanzen nicht genau so hoch gewachsen wie in den beiden anderen Töpfen.

Sollte diese Überlegungen und Schlußfolgerungen nicht der gängigen Lehrmeinung entsprechen, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

 


 

 


 

   Hier einige Bilder von unserem ersten Versuchsfeld

 

 Start am 20.08.2009

 

 

20.09.09

TP-Erde saugt das Wasser förmlich auf, auf der Nachbarseite bilden sich Pfützen

 

 

 

 

 Herbstrüben jeweils in den oberen Ecken. Deutlich größere Pflänzchen in der TP-Erde.

 Mitte: Radieschen

  

 

 05.09.09

 

 

 

 

15.09.09

Fast alle Radieschen wurden von Schnecken angefressen. Herbstrüben fehlen. Versuch wird abgebrochen. Aber klar erkennbar:

 

"TP"- Radieschen sind größer und schmecken den Schnecken anscheinend besser!

  PS: Die Täter konnten nicht zweifelsfrei ermittelt werden und befinden sich auf der Flucht.


 

 

 

terra anima - Die Kompostprofis | h.wagner@pflanzenkohle.info